Neuer AGFF-Präsident

An der Generalversammlung vom 7. April 2011 ist Dr. Peter Thomet nach vierzehnjähriger Amtszeit als AGFF-Präsident zurück getreten. Als solcher war er immer bestrebt, zugunsten der Bäuerinnen und Bauern zu handeln, das Ganze zu sehen und zu verstehen. Er ist visionär und ideenreich. Er schaute immer voraus, regte die Diskussion an und zwang die Leute, Stellung zu beziehen und lenkte das Augenmerk immer wieder auf verblüffende, vermeintlich weniger wichtige Dinge. Er thematisierte das Soziale und Aspekte der Arbeit und weckte Emotionen in der Wissenschaftswelt.

Für all das gebührt ihm im Namen aller Akteure der AGFF und der ganzen Graslandgemeinschaft grosser Dank und Respekt.

Als Nachfolger wurde Pierre Aeby gewählt

Pierre Aeby ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am landw. Institut Grangeneuve in Posieux FR, tätig.

"In meinen Augen ist die AGFF eine unverzichtbare Plattform für den futterbaulichen Erfahrungsaustausch zwischen den Forschungsstationen, dem Saatguthandel, der Weiterbildung und der landwirtschaftlichen Beratung; und zwar in allen drei Sprachregionen. Das ist einmalig.

Auch wichtig ist es jedoch, Lösungen für die Bedürfnisse der Landwirte zur Verfügung zu stellen. Diese Informationen müssen zirkulieren. Dafür ist die AGFF bereits bekannt, wir können uns aber noch verstärkt bei den Landwirten profilieren. Niemand kann die Zukunft exakt voraussagen. Folgendes wird uns jedoch unausweichlich beschäftigen: Bevölkerungswachstum, Erhöhung des Fleischkonsums, Abnahme der fossilen Energieträger, Konkurrenz zwischen Nahrungsproduktion und nachwachsenden Rohstoffen sowie vermehrte Spekulation um Nahrungsmittel und Boden.

Es ist notwendig, weiterhin unabhängige und leistungsfähige Produktionszweige zu entwickeln, die unsere Ressourcen nicht verschwenden: weder Boden, noch Wasser und Energie und vor allem nicht die Arbeitszeit der Landwirte. Die Herausforderung besteht darin, die gleiche oder immer grössere Menge an Nahrungsmittel bester Qualität mit weniger Aufwand zu produzieren.

Die Milch- und Fleischproduktion auf Basis von Grasland ist ein Weg, für den wir zahlreiche Antworten finden: Grünfutter ist ein vollwertiges Futtermittel, das wenig zusätzlichen Input erfordert. Denken wir an Weidebetriebe, die biologische Produktion oder an die Alpwirtschaft.

Als Austauschplattform ist die AGFF der ideale Ort, um zu diskutieren und mit Versuchen interessante Hypothesen zu prüfen. Das ist die Herausforderung, die ich für die AGFF sehe und der wir uns zukünftig verstärkt widmen müssen.

Ich bin bereit hier mitzumachen und danke für das Vertrauen."